Im Gegensatz zu Kaffee, der als
Rohkaffee eingeführt wird und erst im Verbrauchsland durch Verlesen und Rösten
seine endgültige Gestalt erhält, wird Tee bereits auf den Plantagen im
Ursprungsland aufbereitet und als fertiger schwarzer Tee exportiert.
Die
wichtigsten Phasen der orthodoxen Produktionsmethode sind Welken - Rollen -
Fermentieren - Trocknen - Sortieren.
Der Welkprozeß beginnt,
indem dem grünen Blatt circa 30 % der Feuchtigkeit entzogen wird. Das
Rollen der gewelkten grünen Blätter dient dazu, die Zellen
aufzubrechen und den Zellsaft mit dem Sauerstoff der Luft in Verbindung zu
setzen. Die Fermentation ist ein Oxydations- und Gärungsprozeß des
beim Rollen austretenden Zellsaftes. Die Fermentation dauert insgesamt 2 - 3
Stunden. Nachdem die Fermentation ihren Höhepunkt erreicht hat, angeregt
durch Geruch und kupferrote Farbe des feuchten Blattes, erfolgt das oft fälschlicherweise
als "Rösten" bezeichnete Trocknen. Während der
Trocknungsdauer, die 20 - 22 Minuten beträgt, wird das Wasser entzogen und
der Zellsaft an den Tee "angetrocknet". Das Blatt wird langsam immer
dunkler und trockener, bis der "schwarze Tee" entsteht.
Wenn
der Tee den Trockner verläßt, läuft er über Schüttelsiebe
und wird so in die verschiedenen Blattgrade sortiert. |

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