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Teetrinkerinnen sind besonderes gut mit Flüssigkeit
versorgt.
Das belegt eine aktuelle Untersuchung des Forschungsinstituts für
Kinderernährung in Dortmund. Mit Hilfe verschiedener Tests wollten die
Wissenschaftler herausfinden, ob die Bundesbürger ausreichend trinken.
Dazu wurden insgesamt 1.528 Personen in vier Gruppen eingeteilt: männliche und
weibliche Teetrinker sowie männliche und weibliche Nicht-Teetrinker.
Das Ergebnis: Deutschlands Männer waren deutlich schlechter mit Flüssigkeit
versorgt als die Frauen. Besonders gut schnitten Frauen ab, die regelmäßig Tee
tranken. Sie wiesen eine günstigere Flüssigkeitsversorgung auf als Frauen, die
keinen Tee tranken. Grund hierfür ist, dass Männer den Tee anstelle von anderen
Getränken wie Kaffee, Mineralwasser etc. zu sich nehmen. Teetrinkerinnen reduzieren
zwar ebenfalls ihren Kaffeekonsum, allerdings nehmen sie genauso viele andere Getränke
zu sich wie ihre Geschlechtsgenossinnen, die auf Tee verzichten. Den Tee trinken sie also
zusätzlich und haben somit einen besseren Flüssigkeitshaushalt.
Mit den Ergebnissen der Untersuchung wird gleichzeitig ein gängiges Vorurteil widerlegt:
das Märchen vom Flüssigkeitsräuber. Diese Theorie beruht schlichtweg auf
einem Irrtum. Wenn man innerhalb kurzer Zeit größere Mengen an koffeinhaltigen
Getränken zu sich nimmt, scheiden die Nieren kurzfristig mehr Wasser und Natrium aus. Dabei verliert der Körper vorübergehend auch an Gewicht. Und genau hier liegt die Wurzel des Vorurteils: Diese kurzfristige Gewichtsabnahme wurde gleichgesetzt mit einem Flüssigkeitsverlust. Das ist aber nicht der Fall. Denn Körper gleicht die erhöhte Wasserausscheidung innerhalb kurzer Zeit wieder aus, und zwar ganz einfach, indem die Nieren weniger Wasser und Natrium abgeben. Der Flüssigkeitshaushalt wird also überhaupt nicht beeinträchtigt.
Koffeinhaltige Getränke wie Tee und Kaffee sind demnach keine Flüssigkeitsräuber. Das belegt auch eine Studie des Nebraska Medical Center, USA. Die Testpersonen haben mehrere Tage lang die gleichen Mengen an verschiedenen koffeinfreien und koffeinhaltigen Getränken zu sich genommen. Anschließende Tests zeigten: Ob Koffein oder nicht, spielt keine Rolle. Schwarzer und grüner Tee tragen also ebenso zur Flüssigkeitsversorgung bei wie jedes andere Getränk.
Quelle: WIT, Prof. Dr. Manz, Forschungsinstitut für Kinderernährung, Dortmund.
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